„Windstill“ 
Auswahl 

 

beurteile
mich
nicht
nach
meinen
worten
sondern
nach
der
sprache
meiner
hände

 

 

 

 

mit anderen
reden
fällt
mir
leicht
mir
selbst
höre ich
allzu oft
nicht
zu

wenn ich
die augen
schließe
und
mit deinem Bild
vor mir
einschlafe
falle ich
durch meine
träume
hindurch
in deine
arme

 



 

 
 

du gehst mir tief
unter meine haut
breitest dich aus
nimmst mich
in besitz
und
lächelst mich an
von innen heraus 



 
         

Mein Bezug zu Steyr:

In Steyr zu leben bedeutet für einen Zeichner und Maler wie mich ständig von unzähligen, beeindruckenden Motiven umgeben zu sein, die mich ständig fordern – aber nicht drängen - meine Zeit an sie zu verschwenden.

Gedanken und Stimmungen, die mich bei meiner Arbeit erreichen, halte ich gerne in Lyrik oder Prosa fest. Sie helfen mir meine Bildinhalte noch intensiver zu erleben.

Prof. Mostböck meinte einmal „Erst nach tausend Aquarellen kann man sich als Kenner dieser Technik bezeichnen“.  Ich möchte ergänzen “Erst nach tausend Zeichnungen und Skizzen kennt man die Schönheiten und Geheimnisse einer so faszinierenden Stadt wie Steyr.“

 

 

 
 

      die alte stadt
 

stell dir vor
wir würden sie zerlegen
unsere alte stadt
die teile verpacken
und wegräumen
wie ein altes
unbeachtetes spielzeug
sich wiederfindet
am dachboden
bald schon würden wir
ein unbehagen spüren
dann eine leere
gefolgt von wehklagen
wir würden  sie wieder holen
vom dachboden
die alte stadt
sie liebevoll aufbauen
und uns freuen
dass nichts fehlt    
 

 

 wehrgraben

abreißen
zuschütten
wehr dich
graben!
aufbauen
erhalten
die zeiten
ändern sich